»Die baskischen Gefangenen nach Hause« forderten
am Samstag in Bilbo (Bilbao) Zehntausende Menschen, darunter viele
Angehörige der insgesamt 762 in Frankreich und Spanien
inhaftierten Baskinnen und Basken. Die Veranstalter
zählten 44000 Teilnehmer. Aufgerufen zum Protest hatte ein
breites Bündnis von Parteien und Gewerkschaften des
Baskenlandes, nachdem die Madrider Justiz der
Gefangenenhilforganisation Etxerat (Nach Hause) die Demonstration
verboten hatte. Dieses geschah auf Antrag der rechten
Nichtregierungsorganisation »Dignidad y Justicia«
(Würde und Gerechtigkeit), eine Vereinigung von Opfern der
Untergrundorganisation ETA (Baskenland und Freiheit). Sie hatte
geklagt, weil bei der Demonstration von 40000 Menschen vor einem
Jahr Fotos verurteilter ETA-Aktivisten gezeigt wurden.