Zunächst war die Freude groß: Am 30. Dezember ließ eine Bundesrichterin in Mexiko auch einen zweiten Einspruch der Anwälte von Juan Manuel Martínez zu. Sie erkannte damit die Unschuld des Aktivisten der "Volksversammlung des Volkes von Oaxaca" (APPO) an. Martínez sitzt bis dato gut 14 Monaten in Haft. Der absurde Vorwurf: Er soll für den Mord an dem US-amerikanischen Journalisten Brad Will verantwortlich sein, der für das unabhängige Nachrichtenportal Indymedia ausgerechnet über den sozialen Kampf der APPO berichtet hatte.