Mehr als 7 000 Menschen haben am vergangenen Sonntag in Monterrey
gegen die Welle der Gewalt protestiert, die in den letzten Wochen
die Millionenmetropole im Norden Mexikos erschüttert hat. Der
Tod zweier Studenten – angeblich Drogendealer –, die
vor anderthalb Wochen beim Verlassen der Universität vom
Militär erschossen worden waren, hinterläßt
weiterhin viele offene Fragen; es ist aber nur der
aufsehenerregendste Fall in einer ganzen Reihe von
Schießereien und Morden in den letzten Tagen und Wochen. Der
Krieg zwischen Drogenkartellen und Staat beschränkt sich schon
lange nicht mehr nur auf die Grenzregion zu den USA, sondern
erreicht zunehmend die mexikanischen Großstädte.