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uebel

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist zum Kotzen

Erst jetzt habe ich einen Bericht der FES über die venezolanischen Parlamentswahlen im September 2010 gelesen.

Die PSUV (Partido Socialista Unido de Venezuela) wird in der Analyse „Sozialistische Einheitspartei Venezuelas“ übersetzt. Anscheinend soll für den Leser der Eindruck entstehen, dass es sich bei der venezolanischen Regierungspartei um eine südamerikanische SED handelt. Ein Blick in die Wikipedia hätte gereicht um herauszufinden, dass die PSUV korrekt mit „Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas“ übersetzt wird.

Wenn die PSUV eine Einheitspartei wäre müsste sie gar nicht mehr zu Wahlen antreten! Das ist ja der „Vorteil“ einer Einheitspartei.

Zum Thema Vorwahlen:

„Nachdem die PSUV ursprünglich beabsichtigt hatte, ihre Kandidaten durch die Parteiführung zu bestimmen, entschloss sich Chávez angesichts des Verfahrens der Opposition ebenfalls zur Durchführung von Vorwahlen.“

Das ist ganz einfach falsch. Schon bei den Regionalwahlen im Jahr 2008 wurden die Kandidaten der PSUV per Vorwahl auserkoren. Und im Gegensatz zur Opposition, die nur die wenigsten Listenplätze per Vorwahl entschied, konnten die Regierungsanhänger die Mehrzahl der Plätze selbst bestimmen.

Zwei Artikeln zu den Vorwahlen der PSUV

Vorwahlen der PSUV in Venezuela beendet
Demokratische Opposition?

Im Bericht der FES wird ebenso beschrieben, dass Henri Falcón einige seiner Anhänger von der PSUV mit zu seiner neuen Partei PPT mitnehmen konnte.

„Der populäre Gouverneur des Bundesstaates Lara, Henri Falcón, ist im März aus der PSUV ausgetreten und hat sich mit einer großen Zahl von Anhängern in der PPT eingeschrieben.“

Nicht geschrieben wurde, dass aus dem selben Grund viele Mitglieder der PPT zur PSUV gewechselt sind.

Bei der linken Basis der PSUV war Falcón nicht gerade beliebt.

Man munkelt, dass er 2012 bei den Präsidentschaftswahlen gegen Hugo Chávez antreten will.

Viele weitere Stellen des Berichts könnte ich noch kommentieren, aber das würde zu weit führen.  

Der Titel sagt ohnehin schon alles: Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist zum Kotzen

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Schweinderl