In der 31000 Einwohner zählenden Kleinstadt Otavalo im Norden
Ecuadors beginnt am heutigen Donnerstag ein weiteres Gipfeltreffen
der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas
(ALBA). Zwar hatten auch frühere Konferenzen der momentan acht
Mitgliedsstaaten wenig mit den von Tausenden Polizisten
beschützten Zusammenkünften von Spitzenpolitikern etwa
der G20 oder der EU gemein. Aber diesmal sind ausdrücklich
rund 300 Vertreter der indigenen und afroamerikanischen Gemeinden
eingeladen, mit den Staatschefs über ihre Probleme und
Forderungen zu diskutieren. Wie Ecuadors Ministerin für
Völker, soziale Bewegungen und Bürgerbeteiligung,
Alexandra Ocles, erläutert, soll aus den Beratungen eine
Kommission der von ihren Gemeinden gewählten Vertreter der
Indígenas aus den ALBA-Staaten entstehen. An deren
Wünschen und Vorstellungen können sich die nationalen
Regierungen in ihrer Ethnienpolitik »wie an einem
Wegweiser« orientieren, erklärte Ocles gegenüber
der kubanischen Agentur Prensa Latina.