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uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
"12. Oktober 1492: Die UreinwohnerInnen "Amerikas" entdecken Kolumbus und bereuen es bis heute." Quelle: ila

CHE
Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto Guevara de la Serna, genannt Che, der unlängst in der "sozialistischen" Tageszeitung Neues Deutschland als "Henker von Havanna" bezeichnet wurde, im bolivianischen Dorf La Higuera ermordet. An zahlreichen Orten Lateinamerikas wurde ihm an seinem 43. Todestag gedacht.

CHILE
Die 33 verschütteten Bergleute in Chile konnten früher als gedacht gerettet werden. Trotz der großen Freude über die Rettung wird die Instrumentalisierung der Aktion durch die Regierung von Präsident Sebastián Piñera kritisiert.

ECUADOR
Die Journalistin Eva Golinger vermutet, dass hinter dem Putschversuch am 30. September die USA steckt. Die ecuadorianische Koordination zur Verteidigung von Demokratie und Sozialismus, ein Zusammenschluß von mehr als 50 Gewerkschaften, Bauernverbänden, Indígena-, Frauen- und Studierendenorganisationen, hat für den heutigen Freitag zu einer Großdemonstration in Quito aufgerufen, um gegen den Putschversuch vom 30. September zu protestieren. Erwartet werden zu der Aktion bis zu 40000 Menschen.

EL SALVADOR
Am Sonntag feierte die Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional (FMLN) ihr 30 jähriges Bestehen. Die FMLN wurde ursprünglich 1980 als ein marxistisch orientierter Zusammenschluss revolutionärer Bewegungen gegründet. Die Streitkräfte der Guerilla setzten sich aus einzelnen Verbänden von Kommunisten, Christen und Gewerkschaftern zusammen. Nach Waffenstillstandsvereinbarungen 1992 wandelte die FMLN sich in eine politische Partei. Mit Mauricio Funes stellt sie seit 2009 erstmals den Präsidenten des mittelamerikanischen Landes. FMLN-Generalkoordinator Medardo González warnte vor Destabilisierungsversuchen durch die Rechte.

GUATEMALA
Am 10. Oktober fand der internationale Tag gegen die Todesstrafe statt. Wie die taz meldet, will die rechte Parlamentsmehrheit die Vollstreckung von Todesurteilen wieder möglich machen. Seit 2001 konnte die Todesstrafe in dem mittelamerikanischen Land auf Grund fehlender Regelung im Strafgesetzbuch nicht mehr vollstreckt werden.

KOLUMBIEN
Erneut wurden Gewerkschafter durch rechte Paramilitärs mit dem Tode bedroht. Die gezielten Morddrohungen richten sich gegen sechs namentlich genannte Sinaltrainal-Mitarbeiter,die sich für den Schutz der Rechte von Nestle-Arbeitern einsetzen. Mitglieder und Mitarbeiter der Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal wurden in den letzten Jahren immer wieder Opfer durch Anschläge von Paras. Bekannt ist die Gewerkschaft durch ihren Kampf gegen die multinationalen Konzerne wie Nestle und Coca Cola.

Nach dem Tod von FARC-Kommandant Jorge Briceño Suarez alias »Mono Jojoy« wäre eine Verhandlungslösung vernünftig, meint Raul Zelik, aber die will auch Kolumbiens neuer Präsident nicht.

KUBA
Ein seit Jahren geplantes Glasfiberkabel zwischen Venezuela, Kuba und Jamaika wird voraussichtlich im Juli 2011 in Funktion genommen werden.

MEXICO
Unterwegs in Chiapas. Der zweite Teil eines Reiseberichtes mit umfangreichen Hintergrundinformationen ist auf trueten.de erscheinen.

NICARAGUA
Gut ein Jahr vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im November 2011 behauptet sich die regierende Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) in den Prognosen als stärkste Kraft Nicaraguas.

PERU
Peruanischer Grünspargel schmeckt den Konsumenten in Europa und schafft viele Arbeitsplätze in Peru. Aber er gräbt den Menschen den letzten Tropfen Wasser ab.

VENEZUELA
In Venezuela soll der Betreuungsschlüssel in Schulen bis 2010 Jahren so verbessert werden, dass zwei Lehrer maximal 20 Kinder betreuen. Das Ziel sei eine bessere und individuellere Betreung der Schüler. Hierfür seien eine Million Lehrer nötig, die es zu erreichen gelte. Die Zahl der Lehrer sei in den elf Jahren seiner Regierung aber bereits von 169.000 auf 584.000 gestiegen.

Unterdessen gehen die Verstaatlichungen weiter. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Schmiermittel-Hersteller Industrias Venoco CA und der Düngemittel-Produzente Sociedades Mercantiles Fertilizantes Nitrogenados de Oriente enteignet und verstaatlicht werden sollen.

In Venezuela werden am 5. Dezember die Gouverneure der Bundesstaaten Guárico und Amazonas sowie elf Bürgermeister neu gewählt.

Venezuela und Bolivien haben am Freitag zum ersten Mal Waren mit der neuen regionalen Währung Sucre gehandelt.

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