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June 02 2010
Offener Flügelkampf: Südafrika: ANC droht Gewerkschaftschef mit Disziplinarverfahren
Von einem historisch einmaligen Vorgang innerhalb der südafrikanischen Freiheitsbewegung berichteten am Dienstag verschiedene Medien, darunter die Johannesburger Tageszeitung The Star. Demnach beschloß das Nationale Arbeitskomitee des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) am Montag ein Disziplinarverfahren gegen den Generalsekretär des Gewerkschaftsverbands (COSATU), Zwelinzima Vavi. COSATU und ANC sind mit der Kommunistischen Partei Südafrikas (SACP) seit dem gemeinsamen Kampf gegen die Apartheid in einer Dreier-Allianz verbündet. Vavi ist daher auch einfaches ANC-Mitglied. Daß die ANC-Führung unverblümt einen Bündnispartner angreift, gab es bisher nicht. Offensichtlich ist die Attacke Ausdruck eines sich verschärfenden Flügelkampfes innerhalb der Allianz.May 22 2010
Greift die Polisario wieder zu den Waffen?
Seit 1991 bringt es die UNO nicht zustande, über die Unabhängigkeit der Westsahara abstimmen zu lassen. Greift die Polisario wieder zu den Waffen? Ein Gespräch mit Salek BabaHassana Salek Baba Hassana, 57 Jahre, Minister für Entwicklung und Zusammenarbeit der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS). Geboren im westsaharauischen Dahla, wo er auch zur Schule ging, schloß er sich 1974 der Befreiungsbewegung Polisario an, absolvierte bis 1983 in Havanna/Kuba ein Ökonomiestudium. Danach: Aktivitäten im westsahrauischen Freiheitskampf, Funktionen in der westsaharauischen Regierung, darunter als Wirtschaftsminister.
Namibia: Deutliche Worte gegen Handelsabkommen mit der EU
Namibia befürchtet schwere Nachteile für seine Wirtschaft, falls das von der EU forcierte »Wirtschaftspartnerschaftsabkommen« (Economic Partnership Agreement/EPA) in Kraft treten würde. »Wir können kein Abkommen unterzeichnen, das den Forderungen der anderen Seite nachgibt«, erklärte Handelsminister Hage Geingob am Donnerstag in einer Rede vor dem namibischen Parlament.February 16 2010
Was für eine Überraschung: Freier Markt führte in Afrika zu Hunger
Die Liberalisierung des Handels hat trotz bester Absichten in einigen afrikanischen Staaten mehr Schaden als Nutzen gebracht. Laut einer neuen Studie hat der freie Markt zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion sowie zu mehr Armut und Hunger geführt.January 29 2010
Nigerias Herrschaftsstrukturen werden von Militär und Polizei aufrechterhalten
Nein, eine Kirche sei nicht angegriffen worden, erklärte zu Wochenbeginn Ignatius Ayau Kaigama. Der Erzbischof der im nördlichen Zentral-Nigeria gelegenen Provinzhauptstadt Jos widersprach damit Medienberichten über einen »Religionskrieg« in der Region. Um einen solchen handele es sich nicht. Vielmehr gehe es bei den Kämpfen um die »politische Kontrolle« über Jos. Insgesamt seien die Gründe für die Kämpfe, denen in der vergangenen Wochen unbestätigten Meldungen zufolge bis zu 550 Menschen zum Opfer fielen, komplex, so der Kirchenmann.January 23 2010
Wie Gold, nur besser: Fette Dividenden aus Afrikas Böden
Mit der Gründung einer privaten Finanzgesellschaft im Jahr 1876 wollte sich Belgiens König Leopold II. die Kontrolle über die heutige Demokratische Republik Kongo sichern. Um seine imperialen und materiellen Absichten zu verbergen, tarnte er das Unternehmen als wissenschaftlich-philantropische Gesellschaft. Mit diesem Trick gelang es Leopold auf der Berliner Konferenz von 1884/85, die Abgesandten der USA und 13 europäischer Staaten von der Ehrenhaftigkeit seiner Pläne zu überzeugen. Die Konferenz fasste den Beschluss, dem belgischen König die Souveränität über den Freistaat am Kongo zu übertragen. So begann die koloniale Zerstückelung des afrikanischen Kontinents.
Eine Zeitreise von 125 Jahren: Am 18. November 2009 hält Tony Blair im neoimperialen Ambiente des Londoner Queen Elizabeth II. Conference Centre eine Rede vor dem sogenannten Sierra Leone Investment Forum. Zu den Organisatoren der Veranstaltung gehörte die von Blair gegründete African Governance Initiative (AGI), die darauf aus ist, Sierra Leone an potenzielle Investoren zu verkaufen. Der ehemalige britische Premierminister verweist die Interessenten auf die "Millionen Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Flächen", die in Sierra Leone zu haben sind. In seinem Eifer scheint Blair ganz entgangen zu sein, dass auf diesen Flächen ein paar Millionen Landeskinder leben, die auf deren Erträge angewiesen sind.
January 17 2010
Piraten helfen Fischbeständen
Die anhaltenden Überfälle von Piraten vor Ostafrika haben eine spürbare Erholung der Fischbestände im westlichen Indischen Ozean bewirkt. Aus Angst vor den Piraten werden die Seegebiete vor Somalia und Kenia jetzt von internationalen Trawlern gemieden, die in den vergangenen Jahren dort oft illegal auf Fischfang gegangen waren.Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
