In der Politik wird die Konfrontation zuweilen sehr persönlich. Da wird aus Opposition verbissene Gegnerschaft, es kommt zu bizarren Bündnissen mit dem einzigen Ziel, den Widersacher zu vernichten. Wenn der geschlagen ist, beginnen die eigentlichen Schwierigkeiten. Mit der Frage: Was nun? Die zweideutigen Aussagen, mit denen der Kandidat das oppositionelle Lager zusammengehalten hat, sind in der politischen Praxis nicht zu halten. Ernüchterung setzt ein. Und früher oder später ist der Gegner zurück an der Macht.
Haiti ist eingenommen von der US-Armee. Der preisgekrönte Journalist John Pilger, über die strategische Bedeutung der besetzten Insel und Obamas heimliche Unterstützung für das jetzige illegale Regime.
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Der Friedensnobelpreisträger Barack Obama setzt in Afghanistan (und im Jemen) nicht nur auf vermehrte militärische Macht und den Einsatz von Drohnen für "gezielte Tötungen", er will nun auch den Etat für Atomwaffen anheben. Bekannt wurde dies am Tag nach seiner Rede an die Nation, in der er nochmals davon sprach, eine atomwaffenfreie Welt anzustreben.
Für den 20. März rufen 34 amerikanische Friedensorganisationen zu einem Marsch nach Washington auf. Der 20. März ist der siebte Jahrestag des Beginns des kriminellen Angriffskrieges von George W. Bush und Dick Cheney gegen den Irak. Über eine Million Iraker sind in Folge dessen gestorben, zehntausende US-Soldaten haben ihr Leben verloren oder wurden körperlich und seelisch verstümmelt. Von den bislang unabsehbaren ökonomischen und ökologischen Folgen abgesehen.
Im März vergangenen Jahres befahl der Friedensnobelpreisträger Barack Obama die Entsendung von über 30.000 Soldaten nach Afghanistan. Entgegen der Versprechungen, dadurch den Krieg schneller zu beenden, haben sich die USA und ihre Verbündeten damit zu dessen Verschärfung beigetragen.
Henry Kissinger sagte einmal, Diplomatie sei »die Kunst, die
Macht zu zügeln«. Offensichtlich bezog sich damit einer
der einflußreichsten Ideologen der US-Außenpolitik des
20. Jahrhunderts auf die Notwendigkeit, die Macht und Regierenden
anderer Länder »zu zügeln«, um die
vorherrschende Stellung der Vereinigten Staaten in der Welt zu
bewahren. Präsidenten wie George W. Bush griffen zur
»harten Macht« (Hard Power), um dieses Ziel zu
erreichen: Waffen, Bomben, Drohungen und Militärinvasionen.
Andere, wie William Clinton, nutzten die »weiche Macht«
(Soft Power): Kulturkrieg, Hollywood, Ideale, Diplomatie,
moralische Autorität und Kampagnen, um »die Hirne und
Herzen« der Zivilbevölkerung in den gegnerischen
Ländern zu gewinnen. Aber die Administration von Barack Obama
hat sich für eine Abwandlung dieser beiden Konzepte
entschieden und verbindet die militärische Macht mit der
Diplomatie, den politischen und ökonomischen Einfluß mit
dem kulturellen und rechtlichen, und nennt dieses Konzept
»intelligente Macht« (Smart Power). Dieses Konzept
wurde erstmals beim Staatsstreich in Honduras, angewandt, und bis
heute funktioniert es fast perfekt.