Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

October 15 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
"12. Oktober 1492: Die UreinwohnerInnen "Amerikas" entdecken Kolumbus und bereuen es bis heute." Quelle: ila

CHE
Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto Guevara de la Serna, genannt Che, der unlängst in der "sozialistischen" Tageszeitung Neues Deutschland als "Henker von Havanna" bezeichnet wurde, im bolivianischen Dorf La Higuera ermordet. An zahlreichen Orten Lateinamerikas wurde ihm an seinem 43. Todestag gedacht.

CHILE
Die 33 verschütteten Bergleute in Chile konnten früher als gedacht gerettet werden. Trotz der großen Freude über die Rettung wird die Instrumentalisierung der Aktion durch die Regierung von Präsident Sebastián Piñera kritisiert.

ECUADOR
Die Journalistin Eva Golinger vermutet, dass hinter dem Putschversuch am 30. September die USA steckt. Die ecuadorianische Koordination zur Verteidigung von Demokratie und Sozialismus, ein Zusammenschluß von mehr als 50 Gewerkschaften, Bauernverbänden, Indígena-, Frauen- und Studierendenorganisationen, hat für den heutigen Freitag zu einer Großdemonstration in Quito aufgerufen, um gegen den Putschversuch vom 30. September zu protestieren. Erwartet werden zu der Aktion bis zu 40000 Menschen.

EL SALVADOR
Am Sonntag feierte die Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional (FMLN) ihr 30 jähriges Bestehen. Die FMLN wurde ursprünglich 1980 als ein marxistisch orientierter Zusammenschluss revolutionärer Bewegungen gegründet. Die Streitkräfte der Guerilla setzten sich aus einzelnen Verbänden von Kommunisten, Christen und Gewerkschaftern zusammen. Nach Waffenstillstandsvereinbarungen 1992 wandelte die FMLN sich in eine politische Partei. Mit Mauricio Funes stellt sie seit 2009 erstmals den Präsidenten des mittelamerikanischen Landes. FMLN-Generalkoordinator Medardo González warnte vor Destabilisierungsversuchen durch die Rechte.

GUATEMALA
Am 10. Oktober fand der internationale Tag gegen die Todesstrafe statt. Wie die taz meldet, will die rechte Parlamentsmehrheit die Vollstreckung von Todesurteilen wieder möglich machen. Seit 2001 konnte die Todesstrafe in dem mittelamerikanischen Land auf Grund fehlender Regelung im Strafgesetzbuch nicht mehr vollstreckt werden.

KOLUMBIEN
Erneut wurden Gewerkschafter durch rechte Paramilitärs mit dem Tode bedroht. Die gezielten Morddrohungen richten sich gegen sechs namentlich genannte Sinaltrainal-Mitarbeiter,die sich für den Schutz der Rechte von Nestle-Arbeitern einsetzen. Mitglieder und Mitarbeiter der Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal wurden in den letzten Jahren immer wieder Opfer durch Anschläge von Paras. Bekannt ist die Gewerkschaft durch ihren Kampf gegen die multinationalen Konzerne wie Nestle und Coca Cola.

Nach dem Tod von FARC-Kommandant Jorge Briceño Suarez alias »Mono Jojoy« wäre eine Verhandlungslösung vernünftig, meint Raul Zelik, aber die will auch Kolumbiens neuer Präsident nicht.

KUBA
Ein seit Jahren geplantes Glasfiberkabel zwischen Venezuela, Kuba und Jamaika wird voraussichtlich im Juli 2011 in Funktion genommen werden.

MEXICO
Unterwegs in Chiapas. Der zweite Teil eines Reiseberichtes mit umfangreichen Hintergrundinformationen ist auf trueten.de erscheinen.

NICARAGUA
Gut ein Jahr vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im November 2011 behauptet sich die regierende Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) in den Prognosen als stärkste Kraft Nicaraguas.

PERU
Peruanischer Grünspargel schmeckt den Konsumenten in Europa und schafft viele Arbeitsplätze in Peru. Aber er gräbt den Menschen den letzten Tropfen Wasser ab.

VENEZUELA
In Venezuela soll der Betreuungsschlüssel in Schulen bis 2010 Jahren so verbessert werden, dass zwei Lehrer maximal 20 Kinder betreuen. Das Ziel sei eine bessere und individuellere Betreung der Schüler. Hierfür seien eine Million Lehrer nötig, die es zu erreichen gelte. Die Zahl der Lehrer sei in den elf Jahren seiner Regierung aber bereits von 169.000 auf 584.000 gestiegen.

Unterdessen gehen die Verstaatlichungen weiter. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Schmiermittel-Hersteller Industrias Venoco CA und der Düngemittel-Produzente Sociedades Mercantiles Fertilizantes Nitrogenados de Oriente enteignet und verstaatlicht werden sollen.

In Venezuela werden am 5. Dezember die Gouverneure der Bundesstaaten Guárico und Amazonas sowie elf Bürgermeister neu gewählt.

Venezuela und Bolivien haben am Freitag zum ersten Mal Waren mit der neuen regionalen Währung Sucre gehandelt.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

October 08 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

BOLIVIEN
Bei einem Fußballspiel gegen die Opposition kassierte Präsident Evo Morales eine rote Karte.

Bolivien diskutiert die Abschaffung der Wehrpflicht. Für eine Abschaffung müsste die Verfassung geändert werden. Laut einer Umfrage sprachen sich 53 Prozent der Befragten für einen freiwilligen Dienst aus.

BRASILIEN
Dilma Rousseff erreichte bei den Präsidentschaftswahlen 47% und muss somit in die Stichwahl. Überraschend gut schnitt Marina Silva, die Kandidatin der Grünen Partei, ab. Sie konnte fast 20% der Stimmen hinter sich vereinen. Der konservative José Serra kam auf knapp 33%. Bei den Stichwahlen am 31. Oktober geht die Regierungskandidatin Dilma als Favorit ins Rennen.

Der Clown Tiririca konnt bei der Wahl am Sonntag ein Rekordergebnis einfahren. Damit er Abgeordneter werden kann, muss er nun beweisen, dass er kein Analphabet ist.

ECUADOR
Einen ausführlichen Bericht über den Putschversuch gegen den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa findet man bei Amerika21.de (Teil 1 und Teil 2)

Die staatliche ecuadorianische Nachrichtenagentur ANDES veröffentlichte Audioaufnahme des Funkverkehrs der meuternden Polizisten während des gescheiterten Putschversuchs. Die Aufnahmen beweisen, dass die Putschisten den Präsidenten ermorden wollten.

Bisher wurden schon 55 Polizisten wegen ihrer Beteiligung an den Protesten festgenommen. Insgesamt wurden 308 Haftbefehle ausgestellt.

Die Umfragenwerte Correa stiegen durch den Putschversuch von 65% Zustimmung auf 75%.

GUATEMALA
Vor 70 Jahren infizierten US-Ärzte in Guatemala Prostituierte, Häftlinge und psychisch Kranke mit Geschlechtskrankheiten, um Medikamente zu testen. Nun entschuldigten sich die USA offiziell.

KOLUMBIEN
Am vergangenen Mittwoch fand in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá der jüngste Verhandlungstag im Prozess gegen den General a.D., Rito Alejo del Río, statt. Er wird beschuldigt, verantwortlich für die Enthauptung des Bauern Marino López im Jahr 1997 zu sein.

KUBA
Die SPD will eine neue Kubapolitik und verlangt die Abschaffung des "Gemeinsamen Standpunktes" der EU.

Seit zwei Jahren wird in mehreren Provinzen Kubas Genmais angebaut. Agrarexperten warnen nun erstmals öffentlich davor, dass transgene Kulturen die Artenvielfalt erheblich gefährden.

PARAGUAY
Der angeschlagene Gesundheitszustand des Präsidenten Lugo stabilisierte sich einstweilen wieder.

PERU
Der 1936 im Süden Perus geborene Mario Vargas Llosa erhält den Literaturnobelpreis 2010. Das Nobelpreiskomitee würdigt ausdrücklich die politisch engagierte Literatur des Peruaners. 28 Jahre nach Gabriel García Márquez erhält damit erstmals wieder ein Südamerikaner die höchste literarische Auszeichnung.

NICARAGUA
Frauen haben in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua für das Recht auf »therapeutische Abtreibung« demonstriert.

URUGUAY
Uruguay ist zum Vorzeigeland für die internationale Bildungsinitiative One Laptop per Child (OLPC) geworden: Seit 2007 wurden 400.000 Volksschulkinder und rund 20.000 Lehrerinnen und Lehrer mit den robusten Billignotebooks XO der Initiative ausgestattet.

VENEZUELA
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat am Montagabend ein Dekret zur Verstaatlichung des Unternehmens Agroisleña unterzeichnet. Der Zulieferbetrieb sei für die landwirtschaftliche Produktion und das Erreichen einer Nahrungsmittelsouveränität von zentraler Bedeutung, hatte er zuvor am Sonntag erklärt.

Angebliche ETA-Mitglieder sollen in Venezuela trainiert haben. Caracas bestreitet dies.

Hugo Chávez kündigte an, dass der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro nach Venezuela zu Besuch kommen soll. Es wäre der erste Auslandsbesuchs Fidels seit seiner Erkrankung.

Nach dem knappen Sieg des Regierungslagers bei den Parlamentswahlen forderte der Präsident wie schon 2007 die Überprüfung, Richtigstellung und die Revitalisierung der revolutionären Politik (Revisión, Rectificación y Reimpulso Revolucionario).

Laut Berechnungen der Venezolanischen Zentralbank (BCV) und des Nationalen Statistikinstituts (INE) ging die monatliche Inflationsrate in dem südamerikanischen Land im September 2010 auf 1,1 Prozentpunkte zurück und liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit August 2007.

Die innenpolitische Kommission der Nationalversammlung in Venezuela prüft nach Berichten nationaler Medien die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

September 30 2010

uebel

Putschversuch in Ecuador

Mehrere Polizeieinheiten und Verbände der Armee haben sich am heutigen Donnerstagnachmittag (Ortszeit) gegen die Regierung von Präsident Rafael Correa erhoben. Nach Berichten ecuadorianischer Medien und internationaler Nachrichtenagenturen kam es zu zunächst lokal begrenzten Aufständen in der Hauptstadt Quito und in der Stadt Guayaquil.

September 24 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Mitgliedsstaaten des anti-neoliberalen Bündnisses Bolivarische Alternative für Amerika (ALBA) haben am Dienstag auf dem Millenniums-Folgegipfel der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) eine deutliche Kurskorrektur der Industriestaaten gefordert.

BOLIVIEN
Boliviens Vizepräsident Alvaro García Linera hat Vorwürfe der Opposition zurückgewiesen, nach denen eine erneute Kandidatur von ihm oder Präsident Evo Morales gegen die Verfassung verstoße

Evo Morales fordert vor UNO weltweite Nationalisierung der Naturressourcen

CHILE
Ein Bündnis zur Verteidigung von gefangenen Angehörigen der Volksgruppe der Mapuche in Chile hat die Verschärfung laufender Proteste angekündigt.

Chile, das derzeit seine 200-jährige Unabhängigkeit von Spanien feiert, weist im lateinamerikanischen Vergleich eine der niedrigsten Armutsquoten auf. Der guten Nachricht folgt die schlechte jedoch gleich auf dem Fuß: Wenn es um die Ungleichheit in der Gesellschaft geht, nimmt das Land einen regionalen Spitzenplatz ein.

ECUADOR
In Ecuador hat die Weigerung des deutschen Entwicklungshilfeministers Dirk Niebel (FDP), den Yasuni-ITT-Fonds mitzufinanzieren, für große Enttäuschung gesorgt.

EL SALVADOR
Die Outdoor-Hersteller werben mit Freiheit und Naturverbundenheit, vor sozialer Verantwortung drückt man sich aber, kritisiert die Gewerkschafterin Jeaneth Pineda im Interview mit dem ND.

KUBA
Die Blockade-Politik habe sich unter der Präsidentschaft von Barack Obama absolut nicht geändert, sie habe sich in einigen Bereich sogar verschärft, sagte am Mittwoch Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla, als er den Bericht Die Notwendigkeit, die Kuba von den USA auferlegte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade zu beenden (PDF) vorstellte, den die Insel zum neunzehnten Mal der UN-Generalversammlung vorlegen wird.

Kubas Wirtschaft wird privater. Mit der angekündigten Entlassung von einer halben Million Staatsangesteller wird der Privatsektor auf der Insel zu einem wichtigen Wirtschaftszweig – und das ist durchaus gewollt.

MEXIKO
Nach neun Monaten der Belagerung durch Paramilitärs wurde der Ort San Juan Copala, das zeremonielle Zentrum der Indigenen der Triqui-Volksgruppe im Süden Mexikos, gestürmt.

VENEZUELA
Am Sonntag sind in Venezuela Parlamentswahlen. Die meisten Meinungsforschungsinstitute sehen das Regierungslager in Führung. Eine genaue Analyse der veröffentlichten Umfragen finden Sie hier. Ein Interview mit Freddy Bernal, Kandidat der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas, kann man bei Neues Deutschland lesen.

Negative Campaigning: Mysteriöser Atom-Spionage-Fall in den USA wird für Meinungsmache gegen Venezuelas Regierung instrumentalisiert.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

September 17 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

BOLIVIEN
Boliviens Abgeordnetenkammer hat am Freitagabend ein Anti-Rassismus-Gesetz auf den Weg gebracht. Das Strafmaß reicht von Geldbußen, über das Ableisten von Sozialstunden bis Gefängnis zu drei Jahren.

BRASILIEN
Die Präsidentschaftskandidatin der Arbeiterpartei (PT) in Brasilien, Dilma Rousseff, liegt bei den jüngsten repräsentativen Umfragen klar in Führung.

CHILE
37 Jahre nach dem Putsch: Chilenisches Gericht verurteilt Militärangehörige für Mord an ehemaligem Gefolgsmann

EL SALVADOR
Die Regierung El Salvadors nimmt den Kampf gegen die berüchtigten Jugendbanden auf. Präsident Funes hat ein Gesetz unterzeichnet, das die Mitgliedschaft bei den Maras verbietet. Sie liess sich von den Drohungen der Banden nicht einschüchtern.

HONDURAS
Die Nationale Front des Volkswiderstandes (FNRP) in Honduras hat nach eigenen Angaben bisher fast 1,27 Millionen Unterschriften für die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung und die Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya gesammelt.

KOLUMBIEN
Das Ermittlungsverfahren gegen den kolumbianischen Journalisten und Filmemacher William Parra erhält eine neue Wendung. Am Freitag löste der Generalstaatsanwalt das Landes den zuständigen Sonderstaatsanwalt für Terrorismus, Ricardo Bejanaro, überraschend ab.

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und die Nationale Befreiungsarmee (ELN) wollen ihren, seit Monaten in der ostkolumbianischen Provinz Arauca geführten, Bruderkrieg beenden. Gemeinsame Erklärung der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN): Nie wieder Konfrontation zwischen Revolutionären.

Die Menschenrechtskommission der UNO legt ersten Bericht zum Friedhof La Macarena vor

Eine Studie hat ergeben, dass die Gefahr die von Paramilitärs ausgeht schlimmer ist als die der Guerilla.

Sekte und Staat: Scientology hat laut Presse-Aussendung mit Hilfe der kolumbianischen Führung 3 Millionen Bücher von Ron Hubbard ausgeteilt um die Kriminalität zu senken.

KUBA
Der kubanische Gewerkschaftsbund CTC kündigte in seiner Zeitung »Trabajadores« Massenentlassungen im Staatsapparat an. 500000 Menschen sollen von diesen Maßnahmen betroffen sein. Sie sollen Arbeit im privaten Sektor finden. Durch diese Reform erhofft sich die kubanische Führung die derzeitige Wirtschaftskrise im Land zu überwinden und die Wirtschaft zu modernisieren.

Eine Aussage von Fidel Castro über das kubanische System, welche der Journalist Jeffrey Goldberg veröffentlichte, sorgte für Verwirrung. Während es die etablierten Medien als Kritik an dem kubanischen Weg sahen, fühlte sich Fidel falsch verstanden. Goldberg stellte auf seinem Blog fest, dass er den kubanischen Revolutionsführer nicht falsch verstanden hat.

Kubas Regierung ist der Ansicht, dass seit dem Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten Obama das US-Embargo gegen den Inselstaat noch strikter geworden ist. Kubas Außenminister, Bruno Rodríguez Parrilla, stellte am 15. September 2010 auf einer Pressekonferenz in Havanna den diesjährigen Bericht über die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade vor, bezugnehmend auf Resolution 64/6 der UNO-Vollversammlung "Die Notwendigkeit, die Kuba von den USA auferlegte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade zu beenden".

NICARAGUA
Dank Sozialprogramme der sandinistischen Regierung sank die extreme Armut in Nicaragua deutlich.

Nicaragua hat die OAS aufgefordert, den Beobachter Pedro Vuskovic mit sofortiger Wirkung aus dem Land abzuziehen. Die sandinistische Regierung wirft dem Diplomaten wiederholte "Einmischung in die inneren politischen Angelegenheiten" vor.

PERU
Nach Ansicht des UN-Sonderberichterstatters Martin Scheinin kommen in Peru die Gerichtsverfahren gegen Menschenrechtsverletzer in Uniform viel zu langsam voran. Dadurch sei ein Klima der Straflosigkeit entstanden, monierte der Finne zum Abschluss seines Besuchs in dem südamerikanischen Land.

VENEZUELA
Der US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler Mark Weisbrot erklärt in einem Artikel, dass die Wirtschaftslage in Venezuela in den Mainstream-Medien zu düster dargestellt wird. Eine ausführliche Analyse zur Wirtschaftslage von Venezuela findet man hier.

Venezolanische Basisorganisationen fordern, dass das Parlament die urbane Landreform beschleunigen soll.

Die venezolanische Bundespolizei verhaftete im südwestlichen Bundesstaat Táchira ein hochrangiges Mitglied der paramilitärischen Organisation Águilas Negras.

Am 26. September finden in Venezuela Parlamentswahlen statt. Die Wahlen gelten als wegweisend. Die Journalistin Eva Golinger zeigt in einem Artikel auf ihrem Blog auf, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Millionen in den Wahlkampf der Opposition investiert hat. Ebenso kritisierte sie die Einmischung der internationalen Medien in den venezolanischen Wahlkampf. Laut Umfragen kann das Regierungslager mit ca. 53% der Stimmen rechnen. Eindrücke vom Wahlkampf in der Hauptstadt Venezuelas beschreibt Eva Haule bei Amerika21.de

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

September 10 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

Argentinien
Am Montag gingen mehr als 5000 Schüler und Studierende in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires auf die Straße, um gegen die Mißstände im argentinischen Bildungssystem zu protestieren.

BOLIVIEN
Boliviens Staatspräsident Evo Morales hat sein anfälliges Flugzeug ausgemustert und sich eine Falcon 900EX geleistet

Durch eine Gesundheitreform soll ein einheitliches Krankenversicherungssystem geschaffen werden. So soll allen Bolivianern eine Gesundheitsversorgung gewährleistet werden.

ECUADOR
Mit Unterstützung der ecuadorianischen Regierung wurde die neue Tageszeitung "Periódico Popular" gegründet. Dieses staatliche Boulevardblatt soll ein Gegengewicht zu den konservativ gesteuerten Medienhäuser sein.

GUATEMALA
Präsident Álvaro Colom übernimmt im Namen des guatemaltekischen Staates erstmals die Verantwortung für die Staatsverbrechen während des Bürgerkrieges.

KOLUMBIEN
Ein Bericht des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen warnt, dass mindestens 34 indigene Völker in Kolumbien, aufgrund der anhaltenden Gewalt auf ihrem Land, in ihrer Existenz bedroht sind.

Der kolumbianische Journalist und Filmemacher William Parra wird von einer Sonderstaatsanwaltschaft des Landes beschuldigt, die Guerilla-Organisation FARC zu unterstützen.

In Kolumbien hat der Skandal um die erkaufte zweite und erfolglos betriebene dritte Amtszeit des ehemaligen Staatschefs Álvaro Uribe eine Lawine von Gerichtsverfahren losgetreten. Die Affäre hat bereits etlichen Gefolgsleuten des Ex-Präsidenten Haftstrafen eingebracht und ist noch längst nicht ausgestanden.

KUBA
Der US-amerikanische Journalist Jeffrey Goldberg wurde von Fidel nach Havanna eingeladen. In the Antlantic schrieb Goldberg ausführlich über die Treffen: Teil 1, Teil 2

MEXIKO
Mexiko scheint nur noch über den Drogenkrieg wahrgenommen zu werden. Was steckt dahinter, und wie positioniert sich die Linke?

Das erste Mal seit seiner Erkrankung hielt der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro eine Rede vor tausenden Zuhörern.

NICARAGUA
Indigene profitieren von der Alphabetisierungskampagne der Regierung.

VENEZUELA
Das weltbekannte Museum of Modern Art (MOMA) in New York hat die Anfang des Jahres eingeweihte Seilbahn MetroCable in Venezuelas Hautpstadt Caracas in seine Ausstellung »Small Scale, Big Change: New Architectures of Social Engagement« aufgenommen. Der Überblick zeigt zeitgenössische Architektur und Stadtplanung rund um den Globus, die sich die Verbesserung der Lebensumstände in Slums und Armenvierteln auf die Fahnen schreibt und mittels Design zur Stärkung der dort lebenden Gemeinschaften beiträgt.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat am Mittwoch die Schaffung eines umfassenden Finanzsystems für die Bolivarische Allianz für Amerika (ALBA) vorgeschlagen. Dieses solle in der Lage sein, die gerechte Verteilung des Reichtums der Mitgliedsländer zu garantieren.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog
Reposted bykellerabteilJaBB

September 03 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

ARGENTINIEN
In der Auseinandersetzung zwischen großen Teilen der argentinischen Presse und der Regierung hat Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner eine neue Runde eingeläutet. Sie beschuldigt die beiden Verlagshäuser Clarín und La Nación, beim Kauf der einzigen Fabrik für Zeitungspapier des Landes mit der Militärdiktatur paktiert zu haben.

BRASILIEN
Gut einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen in Brasilien liegt die Kandidatin des populären Präsidenten Lula da Silva in den Umfragen deutlich in Führung.

Repräsentanten eines Großteils der 233 indigenen Völker Brasiliens fordern vom zukünftigen Präsidenten des Landes, dass ihr angestammtes Land erfasst und abgegrenzt wird.

CHILE
Chiles konservative Regierung gerät unter Druck. Gegen deren Pläne, 2500 Beamte und Arbeiter im öffentlichen Dienst zu entlassen, traten letzten Donnerstag Zehntausende Menschen in den Streik.

Die subventionierte Holzindustrie ist einer der stärksten Pfeiler der chilenischen Wirtschaft und beschert dem südamerikanischen Land hohe Exporteinnahmen. Gleichzeitig jedoch generiert sie in den Kommunen des waldreichen Südens, in denen sie die Haupteinnahmequelle darstellt, Armut und Not.

Die Direktorin des Instituts für Menschenrechte des chilenischen Innenministeriums, Lorena Fries, hat auf die kritische Situation von 32 Mapuche hingewiesen, die sich seit 50 Tagen im Hungerstreik befinden.

COSTA RICA
Das Verfassungsgericht in Costa Rica hat eine Gerichtsentscheidung vom Februar dieses Jahres rückgängig gemacht, in deren Folge der Vorstand der Hafenarbeitergewerkschaft SINTRAJAP abgesetzt wurde

HONDURAS
Die oppositionelle Demokratiebewegung »Nationale Front des Volkswiderstands Honduras« (FNRP) hat in Honduras über eine Million Unterschriften für eine neue Verfassung gesammelt.

KOLUMBIEN
Die Regierung des neuen kolumbianischen Präsidenten Manuel Santos schweigt beharrlich zu dem Mord an der Menschenrechtsaktivistin Norma Irene Pérez. Die Aktivistin hatte auf die Massengräber in der Region La Macarena hingewiesen, in denen circa 2000 anonyme Leichen verscharrt liegen – bis sie Anfang dieser Woche selbst zum Opfer eines politischen Mordes wurde.

Weil der kolumbianische Geheimdienst "DAS" nach Meinung des neuen Direktors Felipe Muñoz nicht "reformierbar" sei, soll er nun aufgelöst und anschließend neu gegründet werden. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Skandale, zum Beispiel um die Überwachung linker Oppositionspolitiker.

KUBA
Die Regierung in Kuba hat überraschende Wirtschaftsreformen angekündigt. Zum einen können ausländische Investoren nun staatlichen Grund und Boden für 99 Jahre pachten. Zum anderen dürfen die Kubaner eigenes Obst und Gemüse anbauen und verkaufen.

In einem Interview mit der Chefredakteurin der linksliberalen mexikanischen Tageszeitung La Jornada, Carmen Lira, hat der ehemalige kubanische Staats- und Regierungschef Fidel Castro neben zahlreichen anderen Themen auch zur früheren Verfolgung Homosexueller in Kuba Stellung bezogen.

VENEZUELA
Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach er an Krebs erkrankt sei.

Gustavo Rojas von der Rechtspartei Primero Justicia verlost eine Brustvergrößerung um seinen Wahlkampf zu finanzieren.

Einem Bericht der UNESCO zufolge hat Venezuela gute Chancen, die Ziele des Programms "Bildung für alle" (Education for all, EFA) zu erreichen. Demnach hat sich das Land im Ranking von Platz 69 auf Platz 59 verbessert und verfügt aktuell über einen EFA-Entwicklungsindex (EDI) von 0,956 (Höchstwert: eins).

Nach seinem sechsten Hungerstreik seit dem Jahr 2005 ist der venezolanische Gutsbesitzer Franklin Brito am Montagabend in der Hauptstadt Caracas im Militärkrankenhaus "Dr. Carlos Arvelo" an den Folgen der Nahrungsverweigerung gestorben.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

August 28 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Die Mitgliedsstaaten der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) wollen ihre Anstrengungen verstärken, ein einheitliches Gesundheitssystem zu schaffen. Das wurde auf dem inzwischen dritten Fachtreffen zum Thema am Wochenende in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito beschlossen.

BOLIVIEN
Korruptionsbekämpfung wird in Bolivien verstärkt. Bürgermeister unter Korruptionsverdacht müssen Posten räumen.

Hunderte von Menschenrechtsaktivisten sind am vergangenen Wochenende auf die Straßen von La Paz gegangen. Sie fordern die uneingeschränkte Öffnung der geheimen Militärarchive der Diktaturen, die Bolivien zwischen 1964 und 1982 regierten.

BRASILIEN
Umfragen zweiter Meinungsforschungsinstitute zufolge wird die Kandidatin der brasilianischen Arbeiterpartei (PT), Dilma Rousseff, die Präsidentschaftswahlen am kommenden 3. Oktober gewinnen.

CHILE
Noch immer gelten die "Antiterrorgesetze" aus der Zeit der Pinochet-Diktatur, zu 90 Prozent werden sie gegen die Indigenas der Volksgruppe der Mapuche angewendet.

ECUADOR
Am Montag vergangener Woche reichten Vertreter der Opposition in Ecuador einen Antrag zur Durchführung eines Referendums ein, mit dem Präsident Rafael Correa zur Hälfte seiner Amtszeit vorzeitig abgelöst werden soll. Der amtierende Präsident kann auf Zustimmungsraten von mehr als 70 Prozent verweisen.

HONDURAS
Nach Angaben des Komitees der Familien von Verhafteten und Verschwundenen in Honduras wurde in dem mittelamerikanischen Land ein Massengrab entdeckt. Das Grab soll etwa 100 Leichen von Personen enthalten, die in den letzten drei Monaten verschwunden sind.

KOLUMBIEN
Pablo Emilio Moncayo, der im April nach zwölfjähriger Gefangenschaft in der Gewalt der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) freigelassen worden war, ist wieder auf der Flucht. Nach wiederholten Drohungen gegen ihn und seine Familie hat er das Militär gebeten, ihm ein Jahr Urlaub zu gewähren.

Unterdessen hat die FARC, die größte kolumbianische Guerillagruppe, mal wieder ihren Willen zu politischen Gesprächen bekundet. Dies teilten sie in einem offenen Brief an die Staatschefs der Union Südamerikanischer Staaten mit.

Paramilitärs verbreiten anscheinend "Todeslisten" über Facebook. Insgesamt sollen mehr als 90 Personen betroffen sein. Drei Jugendliche wurden bereits getötet.

In Kolumbien sind anfang der Woche innerhalb von 24 Stunden zwei Menschenrechtsaktivisten ermordet worden.

KUBA
Kubas Zigarettenkonsumenten müssen künftig auf die staatliche Förderung ihrer Rauchwaren verzichten. Bisher standen allen Kubanern über 55 Jahren von staatlicher Seite monatlich vier Packungen Zigaretten für 25 Prozent des Normalpreises zu.

MEXIKO
Die Biometrie-Firma Global Rainmakers Inc. (GRI) hat am Mittwoch angekündigt, dass sie mit Iris-Scan-Technologie die ‘sicherste Stadt der Welt’ in Mexiko schaffen wollen.

Die Weltkonferenz der Jugend nahm am Montag in der mexikanischen Stadt Leon de los Aldama ihre Arbeit auf. Das Weltforum findet unter dem Motto „Dialog und Verständnis zwischen den Generationen“ im Jugendjahr der UNO statt.

PARAGUAY
Paraguay: Abgeordnete sägen am Stuhl des Militärchefs. Gemeint ist Präsident Lugo

PERU
Der Radiosender La Voz de Bagua erhält mit sofortiger Wirkung seine Lizenz zurück. Dies bestätigte der Betreiber des Senders, Flores Borja. Das Radio wurde nach einem Aufstand der hauptsächlich indigenen Bevölkerung der Region im vergangenen Jahr geschlossen.

VENEZUELA
Die Zahl der Internetnutzer ist in Venezuela in den vergangenen drei Monaten stark angestiegen. Wie die Nationale Behörde für Telekommunikation (CONATEL) am Dienstag mitteilte, lag der Zuwachs um 43 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Seit Mittwoch ist in Venezuela offiziell Wahlkampfzeit. Bis zum 23. September dürfen die politischen Parteien für ihre Kandidatinnen und Kandidaten werben. Am 26. September wird die Zusammensetzung der Nationalversammlung neu bestimmt.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

August 20 2010

uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
In der paraguayischen Hauptstadt ist am Sonntag das vierte Amerikanische Sozialforum zu Ende gegangen. Zum Abschluss fanden sich die Teilnehmer am Morgen in einer Vollversammlung der sozialen Bewegungen aus allen Teilen des amerikanischen Kontinents zusammen.

Seit Mittwoch findet in Buenos Aires das 16. Treffen des Forums von São Paulo statt. Die Gruppe solidarisierte sich mit dem Widerstand in Honduras.

Die Destabilisierung progressiver Regierungen gehört weiter zum Repertoire von Washingtons Botschaftern in Lateinamerika

BOLIVIEN
Die Blockade der südbolivianischen Stadt Potosí ist aufgehoben. Damit reagierten die streikenden Bergarbeiter und ihre Verbündeten, von denen die Stadt fast drei Wochen lang von der Außenwelt abgeschnitten wurde, auf die erfolgreichen Verhandlungen.

HONDURAS
Gewerkschaften und soziale Organisationen in Honduras erhöhen den Druck auf die De-facto-Regierung unter dem konservativen Unternehmer Porfirio Lobo.

Vorsitzende des Komitees der Familienangehörigen von Festgenommenen und Verschwundenen in Honduras (Cofadeh), Bertha Oliva, hat davor gewarnt, das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen unter der De-facto-Regierung des konservativen Unternehmers Porfirio zu unterschätzen. Diese hätten in den letzten sechs Monaten im Vergleich zur siebenmonatigen Militärdiktatur unter Machthaber Roberto Micheletti deutlich zugenommen.

KOLUMBIEN
Der frühere kubanische Präsident Fidel Castro scheint sich als Vermittler in dem seit Jahrzehnten anhaltenden Bürgerkrieg in Kolumbien anzubieten

Im Fall des Bombenanschlags auf den Rundfunksender Caracol Radio in Bogotá verdichten sich offenbar die Spuren, die auf eine Urheberschaft paramilitärischer Banden hindeuten.

Das Oberste Gericht verwarf ein umstrittenes Militärabkommen, in dem Kolumbien den USA die Benutzung seiner Stützpunkte zugestanden hat. Erst nach der Billigung durch den Kongress darf das Abkommen in Kraft treten.

KUBA
Die US-Regierung will nach einem Medienbericht Beschränkungen bei Reisen nach Kuba weiter lockern. So sollen Studienaufenthalte und Besuche von religiösen und kulturellen Gruppen auf Kuba leichter werden.

PERU
Der peruanische Präsident Alan García will mit der Einführung der Todesstrafe die zunehmende Gewaltkriminalität in seinem Land bekämpfen.

URUGUAY
Freigegebene US-Geheimdienstpapiere zeigen auf, dass die Nixon-Regierung in Uruguay gefangene Rebellen ermorden lassen wollte, um einen Agenten zu retten.

VENEZUELA
In Venezuela ist am 13. August der ehemalige Vizepräsident der regierenden "Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas" (PSUV), Alberto Müller Rojas im Alter von 75 Jahren gestorben.

Das Meinungsforschungsinstitut Datanalisis, welches der Opposition nahe steht, gab in einer aktuellen Umfrage bekannt, dass die Mehrheit der Venezolaner in den Parlamentswahlen am 26. September für Kandidaten des Regierungslagers stimmen werden. Andere Institute rechnen mit einem ähnlichen Ausgang der Wahlen.

Gericht in Venezuela untersagt Zeitungen Abdruck von Gewaltfotos.

Arbeiter sollen nun die Energieversorgung organisieren. So sollen das Missmanagement der letzten Jahre beseitigt werden.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

August 14 2010

uebel

Venezuela: General a.D. Müller Rojas tot

Wie das venezolanische Onlineportal Aporrea.org berichtet starb gestern, am 13. August, der ehemalige Vizepräsident der regierenden "Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas" (PSUV), Alberto Müller Rojas im Alter von 75 Jahren.
uebel

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Mehr als 8500 Mediziner wurden bisher an der Escuela Latinoamericana de Medicina ausgebildet. Die medizinische Hochschule war 1998 auf Initiative Fidel Castros in der Nähe von Havanna gegründet worden. An der Hochschule können sich junge Menschen, vor allem aus Lateinamerika, ausbilden lassen, die sich in ihrem Heimatland eine Medizinausbildung nicht leisten können.

BOLIVIEN
Boliviens Präsident Evo Morales geht auf Rechtskräfte zu und hält seine Rede am Nationalfeiertag vor Granden der Tieflandoligarchie.

Proteste und ein Streik von Minenarbeitern sowie ihren nahestehenden Organisationen in der südbolivianischen Stadt Potosí dauern an.

ECUADOR
Die kolumbianische Regierung hat seinem ecuadorianischen Nachbarn einen Computer übergeben, den sie angeblich 2008 von der Guerilla der FARC erbeutet hatte.

HONDURAS
Die Organisation Amerikanischer Staaten fordert Demokratie für Honduras

Lehrergewerkschaften in Honduras haben am Montag ihren Streik auf das ganze Land ausgeweitet. Damit wollen sie den Druck auf die Machthaber um den rechtsgerichteten Unternehmer Porfirio Lobo erhöhen, um Verhandlungen über ausstehende Zahlungen zu erreichen.

KOLUMBIEN
Amnesty International fordert die neue kolumbianische Regierung auf die Unabhängigkeit des Justizsystems zu gewährleisten.

Bei Amerika21 wird die 8jährige Regierungszeit von Alvaro Uribe beleuchtet. Auch Democracy Now! beschäftigte sich in dieser Woche mit der Amtsübergabe und sprach mit dem Historiker Greg Grandin über Kolumbien, Santos und den Ex-Präsidenten Alvaro Uribe.

Der ehemalige Präsident wurde von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Vizepräsidenten der Untersuchungskommission zum Angriff auf die Gaza-Flotilla ernannt. Aktivisten kritisieren die Entscheidung.

IPS interviewt den ehemaligen Bürgermeister Medellíns, Sergio Fajardo, über die Erstarkung der Grünen Partei.

Die kolumbianische Senatorin Piedad Cordoba informierte über Twitter, dass sie in Kuba Gespräche mit Fidel Castro über die Lage in Kolumbien führen wird.

KUBA
Die Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung (CENESEX) in Havanna, Mariela Castro, war zu Gast in Deutschland und nahm am Christopher Street Day (CSD) in Hamburg teil. Die Tageszeitung junge Welt interviewte Mariela Castro.

Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro, der heute seinen 84. Geburtstag feiert, trat erstmals wieder vor dem kubanischen Parlament auf und wiederholte in seiner Rede die Warnung vor einem Atomangriff auf den Iran.

Venezolanische Journalisten hatten diesen Montag die Möglichkeit, den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro ausführlich zu interviewen. Der multinationale Nachrichtensender teleSUR strahlte das knapp anderthalbstündige Interview aus. Teil 1, 2, 3.

MEXIKO
Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für Journalisten weltweit, doch Morde und Entführungen werden fast nie aufgeklärt. Für das "Ende der Straflosigkeit" und "gegen Angriffe auf Journalisten" sind in Mexiko etwa 2.000 Journalisten auf die Straße gegangen. Nun wird die Lage von der UNO und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) untersucht.

NICARAGUA
Die NGO blueEnergy will mit der Installation von Solarkollektoren und Windkraftanlagen das Überleben der Rama-Ureinwohnern ermöglichen. Schon seit sechs Jahren ist die Nichtregierungsorganisation in Nicaragua aktiv.

VENEZUELA
Nach einem Besuch Hugo Chávez' in Kolumbien erklärten der venezolanische Präsident und Kolumbiens neuer Staatschef Juan Manuel Santos, dass sie einen Neustart in den Beziehungen der beiden südamerikanischen Staaten wagen wollen.

Die Regierung Venezuelas hat den designierten neuen US-Botschafter Larry Palmer nach umstrittenen Aussagen nicht akzeptiert

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez erklärte in seiner wöchentlichen Radio- und Fernsehsendung Aló Presidente, dass die Wirtschaft Venezuelas stabil sei.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

August 06 2010

uebel

redblog: nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Die Staaten des südamerikanischen Wirtschaftsbündnisses MERCOSUR haben sich bei ihrem 39. Gipfeltreffen in der nordargentinischen Stadt San Juan auf ein gemeinsames Zollregime verständigt.

BOLIVIEN
Ein, auf unbefristete Zeit, ausgerufener Generalstreik lähmt seit acht Tagen die bolivianische Stadt Potosí, der gleichnamigen Provinz im Süden des Landes. Demonstranten blockieren die Zufahrtsstraßen nach Potosí sowie die Straßen in die Hauptstadt La Paz, nach Chile und Argentinien.

BRASILIEN
Lehmziegel könnten dabei helfen, Brasiliens chronische Wohnungsnot zu lindern. Ziegelhäuser sind nicht nur billiger. Neue Techniken, um so genannte "ökologische Ziegel" herzustellen, sind zudem umweltfreundlicher als die Herstellung der sonst üblichen Baumaterialien.

CHILE
Neben indigenen Völkern wie den Mapuche und Aymara leben in Chile seit Jahrhunderten auch Menschen afrikanischer Herkunft. Die schätzungsweise mehr als 8.000 Afro-Chilenen tauchen bisher allerdings in keiner amtlichen Statistik auf. Sie fordern daher von der Regierung, endlich als Ethnie anerkannt zu werden.

ECUADOR
Die Regierung Ecuadors will auf die Ölförderung im Yasuní-Nationalpark verzichten. Dafür soll das südamerikanische Land zumindest einen Teil der erwarteten Einnahmen aus einem Treuhandfonds der Vereinten Nationen erhalten.

HONDURAS
Führende Mitglieder der Demokratiebewegung in Honduras haben die Anerkennung der De-facto-Regierung unter dem rechtsgerichteten Unternehmer Porfirio Lobo durch Chile und Mexiko kritisiert.

KOLUMBIEN
2000 Leichen im Süden Kolumbiens: Öffentliche Anhörung in La Macarena zu mutmaßlichem Massenmord der Armee

KUBA
Der kubanische Staats- und Regierungschef Raúl Castro kündigte bei einer Rede im Parlament an, dass staatliches Personal abgebaut und private Kleinbetriebe zugelassen werden sollen. Ebenso wurde bei der Parlamentssitzung beschlossen zwei neue Provinzen zu gründen.

Am morgigen Samstag kommt das Parlament in Havanna zu einer Sondersitzung zusammen. Bei der Versammlung wird über "verschiedene Themen zur internationalen Situation« beraten. Laut Medienberichten soll auch der Revolutionsführer Fidel Castro eine Rede halten.

Nach einer kurzfristigen internationalen Kampagne haben die US-Behörden die Isolationshaft gegen Gerardo Hernández, einen der international als »Cuban Five« oder »Miami 5« bekannten Kubaner, beendet und er ist aus dem berüchtigten »Loch« zurück in den normalen Haftbereich verlegt worden.

MEXIKO
In Chihuahua ist die Zahl der Frauenmorde in diesem Jahr so stark angestiegen wie noch nie zuvor

NICARAGUA
Nicaraguas Sandinisten wollen die Paralysierung der Justiz durch oppositionelle Richter beenden

PERU
Die Gefahr durch die maoistische Guerillabewegung ‘Leuchtender Pfad’ ist in Peru bisher nicht gebannt. Seit der Entwaffnung Tausender Rebellen Mitte der neunziger Jahre operieren weiterhin versprengte Gruppen in dem größten Kokain-Anbaugebiet des südamerikanischen Landes. Die Regierung von Präsident Alan García will nun mit nagelneuen Kampfhubschraubern gegen die Extremisten vorgehen.

VENEZUELA
Frauenpolitische Gruppen in Mittel- und Südamerika bereiten in diesen Wochen eine internationale Konferenz in Venezuela vor. Die "Weltkonferenz der Basisfrauen" wird vom 4. bis zum 8. März kommenden Jahren in Caracas stattfinden.

Nach Morden an Arbeitern wurden in Venezuela am Montag 15 ehemalige Polizisten des östlichen Bundeststaates Anzoátegui zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die US-Tageszeitung Washington Post mobilisiert gegen den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

July 31 2010

uebel

Kolumbien: Uribe greift Familien von Mordopfern an

Drei Tage nach einer öffentlichen Anhörung über die humanitäre Krise im südkolumbianischen La Macarena, wo rund 2000 anonyme Leichen neben einer Militärbasis begraben liegen, besuchte der scheidende Präsident Uribe den Ort. Er sei gekommen, um den stationierten Truppen "zu gratulieren und sich für ihre Dienste zu bedanken", sagte er, um die Angehörigen der Mordopfer scharf zu attackieren. Ihre Anklage des Massenmordes sei "eine Strategie des Terrorismus", um das Militär zu diskreditieren.
Reposted bykellerabteil kellerabteil

July 30 2010

uebel

redblog: nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

BOLIVIEN
Mit chinesischer Hilfe will Bolivien seinen ersten Satelliten ins All schicken

Die Vereinten Nationen erklären auf Grund einer Resolution, welche von Bolivien eingebracht wurde, Wasser zum Menschenrecht.

BRASILIEN
Nach Druck der Kirche gibt die brasilianische Regierungspartei PT die Entkriminalisierung von Abtreibungen auf

CHILE
Wegen der alarmierend gestiegenen Armut im Land hat Amnesty International Chile am 29. Juli zu einem Schweigemarsch in Viña del Mar aufgerufen. Damit will die Organisation die Bevölkerung auf die Lebenssituation der Armen im Land aufmerksam machen, die laut Amnesty oft selbst nicht für ihre Rechte eintreten könnten.

58 Mapuche befinden sich in Beugehaft auf Grundlage des chilenischen Antiterror-Gesetzes, welches aus der Zeit von der Pinochet-Diktatur stammt. 23 politische Gefangene der Mapuche sind am 12. Juli in zwei Gefängnissen im Süden Chiles in den Hungerstreik getreten.

ECUADOR
Ecuador will die Ölindustrie verstaatlichen. Private Konzerne sollen nur noch als Dienstleister geduldet werden. Davon betroffen sind der italienische Agip-Konzern, Petrobras aus Brasilien, die spanisch-argentinische Gruppe Repsol-YPF und die chinesische CNPC.

Das Welterbekomitee der UNESCO hat die zu Ecuador gehörenden Galapagos-Inseln im Pazifik von der Roten Liste der gefährdeten Kultur- und Naturdenkmäler gestrichen.

HONDURAS
Die Welle der Gewalt in Honduras hält weiter an. Am Nachmittag des 20. Juli wurde ein Anwalt der Widerstandsbewegung, Marco Tulio Amaya, ermordet, als er sich gemeinsam mit fünf seiner Klienten im Auto auf dem Weg in die Hauptstadt Tegucigalpa befand.

Die internationale Isolation des Putschistenregimes in Honduras soll beendet werden. Darauf haben sich die Staatschefs von El Salvador, Guatemala, Panama, Costa Rica und aus Honduras selbst beim Gipfeltreffen des Zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA) in San Salvador geeinigt.

Die Nationale Front des Volkswiderstandes (FNRP) in Honduras hat bei Ihrem Delegiertentreffen Mitte des Monats einen nationalen Koordinationsrat gewählt.

MEXIKO
Morde an Journalisten in Mexiko nehmen weiter zu

KOLUMBIEN
Kolumbien lehnt den Friedensplan von Venezuela ab. Mark Weisbrot beleuchtet das Thema im Guardian genauer.

Die Affäre um den kolumbianischen Journalisten Hollman Morris, dem von der Regierung unterstellt wird, dass er Verbindungen mit der Guerillabewegung FARC hätte.

KUBA
Kuba setzt den Gesundheitsminister José Ramón Balaguer, Mitbegründer der Kommunistischen Partei Kubas, ab. Er wurde ersetzt vom 43jährigen Dr. Morales Ojeda.

Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro kündigte in einem Artikel an, dass im August der erste Teil von seinen Memoiren erscheinen soll. Der kubanische Ex-Präsident erzählt, wie seine Kämpfer die Armee von Diktator Fulgencio Batista besiegten und was ihn zum Revolutionär machte.

Der kubanische Parlamentspräsident Ricardo Alarcón macht die USA für die Gesundheit des politischen Gefangenen Gerardo Hernández verantwortlich.

Das Defizit in Kuba ist im ersten Halbjahr niedriger als erwartet.

PERU
Perus Regierung will sich nicht mehr dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte (CIDH) unterwerfen.

Rund zehn Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs in Peru warten noch Zehntausende Familien von Opfern in der südlichen Andenprovinz Ayacucho auf gesetzlich zugesicherte Entschädigungen. Menschenrechtsorganisationen haben die Regierung von Präsident Alan García aufgefordert, das Geld umgehend und ohne Bedingungen auszuzahlen.

VENEZUELA
Die Polizeireform in Venezuela brachte erste Erfolge. Die bolivarische Nationalpolizei berichtete über einen großen Rückgang der Kriminalität.

Nicht nur der Golf von Mexiko ist von einer schweren Ölpest betroffen. Auch im venezolanischen Lago Maracaibo, dem größten See Südamerikas, treiben seit mehreren Monaten klebrige schwarze Ölklumpen auf Strände und Mangrovenwälder zu.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

July 26 2010

uebel

UN-Berichte: Wirtschaft Lateinamerikas boomt

Trotz umjubeltem Wirtschaftswachstum ist Lateinamerika weiter der Kontinent mit der größten sozialen Ungleichheit weltweit. Zwei Studien der Vereinten Nationen zur sozioökonomischen Lage der Region zeigen erneut: Steigende Wirtschaftsleistung geht nicht Hand in Hand mit gerechter Verteilung von Einkommen, Bildungschancen, Gesundheitsvorsorge und Mitbestimmung. Vergangenen Freitag stellte das »Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen« (­UNDP) seinen ersten Jahresbericht 2010 für den Karibikraum und Lateinamerika vor. Der Titel »Handeln für die Zukunft: Gegen die Weitergabe von Ungleichheit zwischen den Generationen« spricht Bände und legt Zeugnis ab von der »Ungleichheitsfalle«, in die der Kontinent seit der europäischen Eroberung verstrickt ist. Der einleitende Appell an die Regierungen, »Ungleichheit ist ein Hindernis für die menschliche Entwicklung, die aber reduziert werden kann«, gehört sicher nicht zu den neuesten Erkenntnissen. Doch kann auf den riesigen Unterschied zwischen Arm und Reich – zehn der weltweit fünfzehn Staaten mit stärksten sozialen Ungleichheit – finden sich in Lateinamerika – nicht oft genug verwiesen werden.

July 24 2010

uebel

Chávez warnt vor Kriegsgefahr

Venezuela bricht diplomatische Beziehungen zu Kolumbien ab und versetzt seine Truppen in Alarmbereitschaft / Lula versucht zu vermitteln
Nachdem Venezuela seine diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen hat, nehmen Befürchtungen zu, es könnte zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den südamerikanischen Nachbarstaaten kommen.
Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

July 23 2010

uebel

Kritik an Krisenmanagement der OAS

Die Krise zwischen Venezuela und Kolumbien wächst sich nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Caracas auch zu einem regionalen Konflikt aus. So übte Ecuadors Regierung, die derzeit den die Leitung der Union Südamerikanischer Nationen innehat, heftige Kritik an dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza.
uebel

redblog: nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Nachdem die Führung in Costa Rica einer grossen US-Militärpräsenz im Land zugestimmt hatte, vermutet der venezolanische Luftwaffenoberst a.D. Braulio Martínez Zerpa, dass hinter dem Manöver eine Kriegsvorbereitung gegen Nicaragua steckt. Offiziell sollen die US-Truppen nach Costa Rica kommen um einen Krieg gegen Drogen zu führen.

Apropos Kampf gegen Drogen: Wachovia, die sechstgrösste US-Handelsbank, 2008 von Wells Fargo übernommen, hat von 2004 bis 2007 für mexikanische Drogenkartelle wissentlich $378.4 Mrd. gewaschen. Vor einem Gericht in Miami kam die Bank mit einer Buße von $160 Mio. davon.

BOLIVIEN
Boliviens Präsident Evo Morales hat am Montag das letzte Rahmengesetz zur rechtlichen Neugründung des Andenlandes unterzeichnet und damit den, durch die Annahme der neuen Verfassung, notwendigen Veränderungsprozeß abgeschlossen.

BRASILIEN
Brasilien, die Europäische Union und Mosambik haben ein umstrittenes Agrosprit-Dreiecksgeschäft in die Wege geleitet. Am Rande des Gipfeltreffens zwischen der EU und Brasilien in Brasília am Mittwoch wurde eine Erklärung über die »nachhaltige Entwicklung von Bioenergie« in dem afrikanischen Land verabschiedet.

Brasilien beginnt Ölförderung vor der Küste. Aus einem knapp 5000 Meter tief liegenden Ölfeld will Brasilien bis zu 13.000 Barrel Öl pro Tag fördern.

CHILE
Luis Corvalán ist tot. Im Alter von 93 Jahren ist der frühere Generalsekretär der chilenischen Kommunistischen Partei am Mittwoch in seinem Haus in Santiago de Chile gestorben.

ECUADOR
Die ecuadorianische Justiz angekündigt, den bereits eingestellten Prozess gegen den Kommandanten der kolumbianischen Streitkräfte, Freddy Padilla, wegen Mordes wieder aufzurollen.

HAITI
Sechs Monate nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist der Wiederaufbau nach Einschätzung der Organisation »Ärzte ohne Grenzen« kaum vorangekommen, von anfangs 200 Hilfsorganisationen seien nur noch wenige vor Ort.

KOLUMBIEN
Die kolumbianische Regierung unterstellt der venezolanischer Führung Duldung von Rebellengruppen. Venezuela zweifelte die "Beweise" der Kolumbianer an und brach die Beziehungen mit dem Nachbarland ab.

KUBA
30 Jahre lang spionierte ein Ehepaar in den USA aus Bewunderung für den Kommunismus im Dienste Kubas - jetzt sind ein ehemaliger hoher Beamter des US-Außenministeriums und seine Frau zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Ein US-amerikanischer Lehrer wurde kritisiert weil er einen Ausflug nach Kuba für seine Schüler organisierte.

Der kubanische Politologe Esteban Morales wurde von der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) ausgeschlossen, weil er die Korruption scharf kritisierte. Er bezeichnete die Korruption als "die wahre Konterrevolution, die weitaus gefährlicher ist als die sogenannte interne Dissidenz". Innerhalb der Partei formiert sich Widerstand gegen den Ausschluss.

Unterdessen geht die kubanische Führung verstärkt gegen Korruption vor. So wurde u.a. gegen einen chilenischen Geschäftsmann, der seit den 60ern enge Kontakte zu der Staatsführung hatte, ein Verfahren eingeleitet.

Während der kubanische Parlamentpräsident Ricardo Alarcon angekündigt hat, dass noch weitere Regierungsgegner aus der Haft entlassen werden könnten, fühlen sich die in Spanien angekommenen kubanischen Oppositionellen von der spanischen Regierung verraten und beklagen ihre Behandlung in Europa.

Die kubanische Führung modernisiert den Arbeitssektor. Eine Million Kubaner sollen sich im Berufsleben umorientieren.

Die Tageszeitung junge Welt brachte am 21. Juli eine Sonderbeilage zum Thema Kuba heraus. Mit einem Online-Abo kann man die Beilage im Netz nachlesen.

MEXIKO
Der mexikanische Drogenkrieg nimmt immer ärgere Züge an. Erstmals greift die Drogenmafia zu Autobomben. In diesem Jahr starben schon 7000 Menschen in diesem Bürgerkrieg.

PERU
Laut Umfrage für die Präsidentschaftswahlen 2011 würde Keiko Fujimori, die Tochter des Ex-Diktators Alberto Fujimori, die Wahlen gewinnen.

VENEZUELA
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez warnt vor einen Putschversuch.

Die venezolanische Regierung übernimmt Anteile des privaten TV-Senders Globovision

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

July 16 2010

uebel

redblog: nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Venezuela und Ecuador nehmen den Handel mit der neuen Währungseinheit "Sucre" auf. Dadurch soll die Abhängigkeit vom US-Dollar verringert werden.

Daily Kos listet die dümmsten Fehler in Rezensionen zu der Oliver Stone Dokumentation "South of the Border" auf.

ARGENTINIEN
Argentinien führt als erstes Land Lateinamerikas die Homo-Ehe ein. Der argentinische Senat stimmte am Donnerstag nach stundenlangen Debatten für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe.

BOLIVIEN
Evo Morales wurde wegen einer schweren Magen-Darm-Infektion ins Spital eingeliefert. Er musste für 4 Tage die Amtsgeschäfte ruhen lassen. Nun wird vermutet dass der Staatschef vergiftet wurde. Gegen die Köche des Präsidentenpalastes Quemado und der Präsidentenresidenz San Jorge in La Paz laufen nun Ermittlungen.

Boliviens Präsident Evo Morales hat seine Forderung an die Vereinten Nationen erneuert, Zugang zu Wasser als Menschenrecht zu verankern.

EDUACOR
Über ehemalige soziale AktivistInnen aus Quito, die mittlerweile politische FunktionsträgerInnen sind, berichtet Barbara Scholz in der neuen ila, deren Sommerausgabe sich ausgiebig mit der ecuadorianischen Hauptstadt beschäftigt.

GUATEMALA
Uli Stelzners neuester Film "La Isla. Archive einer Tragödie" dokumentiert wie Armee und Polizei in Guatemala Ende des 20. Jahrhunderts hunderttausende Menschen verschleppten und ermordeten. Nach dem zufälligen Fund eines geheimen Archivs 2005 tauchten Millionen neuer Dokumente auf.

HONDURAS
Der letzte demokratisch gewählte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, könnte in den kommenden Wochen in sein Land zurückkehren.

KOLUMBIEN
Die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt fordert von Kolumbien eine Entschädigung in Millionenhöhe. Diese soll für die mehr als sechs Jahre Geiselhaft bei den linken Rebellen der FARC bezahlt werden. Nach wenigen Tagen bedauerte sie die Millionenforderung wieder.

In Kolumbien wurd die Haft für Verantwortliche an Massaker und Vertreibungen von 39 auf acht Jahre herabgesetzt.

KUBA
Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist erstmals, seit seiner Erkrankung 2006, wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten. Wie die offizielle kubanische Website Cubadebate berichtete und auf Fotos dokumentierte, besuchte Fidel am Mittwoch das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNIC) in Havanna. Und zum ersten Mal seit drei Jahren hat sich Fidel im Fernsehen gezeigt. Eine Stunde lang sprach der 83-Jährige in der Sendung "Runder Tisch" unter anderem über das iranische Atomprogramm. Ebenso besuchte der Revolutionsführer ein weiteres Institut in Havanna.

MEXIKO
Ehemalige Regierungspartei PRI verliert nach 81 Jahren den Gouverneursposten im südlichen Bundesstaat Oaxaca

PANAMA
Auf Grund von Gesetztesbeschlüssen der Rechtsregierung des Unternehmers Ricardo Martinelli wurde ein Generalstreik anberaumt. Gewerkschaften in Panama haben den Generalstreik in dem mittelamerikanischen Land am Mittwoch positiv bewertet.

VENEZUELA
Zwischen der Europäischen Union und der Regierung Venezuelas droht neues Ungemach, nachdem eine Minderheit konservativer und rechter Angeordneter Ende vergangener Woche die Staatsführung in Caracas in einer Erklärung attackiert hatte.

Spezialisten aus den USA fanden heraus, dass die Ölvorkommen in Venezuela doppelt so hoch als die von Saudi-Arabien sein könnten.

Politische Aussagen des Erzbischofs von Caracas heizen Konflikt zwischen Regierung und Kirche in Venezuela an.

Venezuela wird der US-amerikanischen Drogen­bekämpfungs­behörde DEA drei international gesuchte kolumbianische Drogenhändler überstellen. Dies bestätigte der venezolanische Innenminister Tarek El Aissami am Montag gegenüber Medien.

Eva Golinger zeigt auf wie das US State Department private Medien in Venezuela unterstützt um gegen die Regierung Stimmung zu machen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog
Reposted byJaBBkellerabteil

June 23 2010

uebel

Staatschefs der Bolivarischen Allianz ALBA kommen in Ecuador mit 300 Vertretern der Indígenas und der Afroamerikaner zusammen

In der 31000 Einwohner zählenden Kleinstadt Otavalo im Norden Ecuadors beginnt am heutigen Donnerstag ein weiteres Gipfeltreffen der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA). Zwar hatten auch frühere Konferenzen der momentan acht Mitgliedsstaaten wenig mit den von Tausenden Polizisten beschützten Zusammenkünften von Spitzenpolitikern etwa der G20 oder der EU gemein. Aber diesmal sind ausdrücklich rund 300 Vertreter der indigenen und afroamerikanischen Gemeinden eingeladen, mit den Staatschefs über ihre Probleme und Forderungen zu diskutieren. Wie Ecuadors Ministerin für Völker, soziale Bewegungen und Bürgerbeteiligung, Alexandra Ocles, erläutert, soll aus den Beratungen eine Kommission der von ihren Gemeinden gewählten Vertreter der Indígenas aus den ALBA-Staaten entstehen. An deren Wünschen und Vorstellungen können sich die nationalen Regierungen in ihrer Ethnienpolitik »wie an einem Wegweiser« orientieren, erklärte Ocles gegenüber der kubanischen Agentur Prensa Latina.
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl