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May 17 2010
Von Rauschgiftbanden bedroht – Kinder riskieren in Ciudad Juárez ihr Leben
Ciudad Juárez gilt als das gefährlichste Pflaster Lateinamerikas. Auch Kinder bekommen die dort verbreitete Gewalt zu spüren. Bei Kämpfen zwischen Sicherheits- kräften und Drogenbanden starben in der mexikanischen Stadt in den vergangenen drei Jahren mindestens 110 Jungen und Mädchen.
Geschätzte 10.000 Minderjährige wurden zu Waisen.
Beobachtern zufolge ist die Verzweiflung der Menschen in der Stadt deutlich zu spüren. Die Straßen sind menschenleer, rund 100.000 Häuser stehen leer. Ein Drittel aller Läden ist geschlossen. Diejenigen, die in Ciudad Juárez geblieben sind, gehen nachts nicht mehr freiwillig nach draußen. Zu Fuß ist selbst bei Tag kaum noch jemand unterwegs. Die meisten Menschen haben mittlerweile sogar Angst, ans Telefon zu gehen.
April 02 2010
Mexiko: Der Krieg zwischen dem Staat und den Drogenkartellen weitet sich aus
Mehr als 7 000 Menschen haben am vergangenen Sonntag in Monterrey gegen die Welle der Gewalt protestiert, die in den letzten Wochen die Millionenmetropole im Norden Mexikos erschüttert hat. Der Tod zweier Studenten – angeblich Drogendealer –, die vor anderthalb Wochen beim Verlassen der Universität vom Militär erschossen worden waren, hinterläßt weiterhin viele offene Fragen; es ist aber nur der aufsehenerregendste Fall in einer ganzen Reihe von Schießereien und Morden in den letzten Tagen und Wochen. Der Krieg zwischen Drogenkartellen und Staat beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf die Grenzregion zu den USA, sondern erreicht zunehmend die mexikanischen Großstädte.March 09 2010
Mexiko: Staat verantwortlich für Morde an Journalisten — Portal Amerika21
Angehörige staatlicher Institutionen bedrohen am häufigsten die Pressefreiheit in Mexiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Journalismus und Öffentliche Ethik (CEPET), die am 22. Februar in Mexiko-Stadt präsentiert wurde. In der Studie wird das Jahr 2009 als eines der schlimmsten für die Presselandschaft bezeichnet, wobei nicht nur auf an Journalisten verübte Morde Bezug genommen wird, sondern auch andere Formen der Repression wie Drohungen, Schläge, illegale Verhaftungen und das Entwenden der Ausrüstung untersucht wurden. Verantwortlich für die Übergriffe sind nach Erkenntnis der Autoren vor allem staatliche Funktionsträger und Angestellte von lokalen und regionalen Regierungen, sowie der BundesregierungMarch 08 2010
Mexiko im Sog der Gewalt
Soziale Ungleichheit und Kriminalität fordern in dem US-Nachbarstaat immer mehr Opfer. Der Staat antwortet mit noch mehr RepressionMexiko versinkt in der Gewalt. Während das Land südlich der USA vor einigen Jahren noch als beliebtes Urlaubsziel für Rucksackreisende aus den USA und Europa galt, häuften sich zuletzt die Negativschlagzeilen. Drogenbanden und soziale Auseinandersetzungen kosten immer mehr Menschenleben. Die Staatsführung unter dem konservativen Präsidenten Felipe Calderón setzt in beiden Fällen vor allem auf eine weitere Militarisierung des Landes. Menschenrechtsgruppen warnen jedoch vor den Folgen. Angesichts der Entsendung zehntausender Militärs und Polizisten sehen sie die Gefahr einer Zunahme staatlicher Gewalt. Droht Mexiko nun gar eine "Kolumbianisierung"?
February 26 2010
Der südmexikanische Bundesstaat erlebt eine zunehmende Kriminalisierung der sozialen Kämpfe. Ein Gespräch mit Daniel Luna
Daniel Luna aus dem mexikanischen Bundesstaat Chiapas ist Mitarbeiter der »Nationalen Koordination der Kampffront für den Sozialismus«February 19 2010
Gemischte Nachrichten aus dem Südosten Mexikos
Im verarmten Süden Mexikos bleibt die Menschenrechtslage weiter angespannt. Zwar wurde der bekannteste politische Häftling im Bundesstaat Oaxaca, Juan Manuel Martínez, am heutigen Donnerstag nach 16 Monaten Haft endlich entlassen, gleichzeitig findet aber im Nachbarstaat Guerrero eine Hatz von Militärs und Paramilitärs auf rebellische Dorfbewohner statt, die ein weiteres Todesopfer gefordert hat.February 17 2010
Mexiko: Jugendlicher von Militärs zu Tode geprügelt
Der neueste Begriff in der mexikanischen Presse heißt juvenicido, eine Mischung aus den Worten Jugend (juventud) und Massenmord (genocidio) und bezeichnet die ausufernde tödliche Gewalt gegen mexikanische Jugendliche. Der Massenmord auf einem Fest in Ciudad Juárez hat es auch in die deutsche Presse geschafft. Nicht immer ist der body count so hoch und damit die Meldung für die Massenmedien relevant.February 05 2010
»Ganz Mexiko hat ein Problem mit Gewalt gegen Frauen«
Die Rechte ist auf dem Vormarsch, es droht ein Rückfall in die Zeit vor 1917. Ein Gespräch mit Yésica SánchezYésica Sánchez aus dem mexikanischen Bundesstaat Oaxaca ist Anwältin und setzt sich vor allem für die Menschenrechte ein
January 04 2010
Mexiko: Aktivist weiter unschuldig in Haft
Zunächst war die Freude groß: Am 30. Dezember ließ eine Bundesrichterin in Mexiko auch einen zweiten Einspruch der Anwälte von Juan Manuel Martínez zu. Sie erkannte damit die Unschuld des Aktivisten der "Volksversammlung des Volkes von Oaxaca" (APPO) an. Martínez sitzt bis dato gut 14 Monaten in Haft. Der absurde Vorwurf: Er soll für den Mord an dem US-amerikanischen Journalisten Brad Will verantwortlich sein, der für das unabhängige Nachrichtenportal Indymedia ausgerechnet über den sozialen Kampf der APPO berichtet hatte.Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
